Jugend
Kultur
Anlass

10.04.2026 – Jugend

Viel gesehen, viel gelaufen

Rückblick Jugendreise nach Berlin 2026

Die diesjährige Jugendreise führte in der Woche Ostern nach Berlin, diesem so geschichtsträchtigen Ort. In Begleitung von Andreas Wissmiller, Sarah Künzli und Fabienne Meier führte das Besuchsprogramm die 14 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem ganzen Pastoralraum und umliegender Orte auch an sehr sensible Orte. Am eindrücklichsten ganz sicher – tief im Osten Berlins, im Stadtteil Hohenschönhausen – die Führung durch das Geheim-Gefängnis der Stasi, in welcher die Staatssicherheit der DDR Menschen, oft schon sehr junge Menschen, aus politischen Gründen inhaftiert hatte, etwa wegen Republikflucht. Oft ohne offizielle Anklage und praktisch immer, ohne dass die Inhaftierten wussten, wo sie sind, oder Angehörige informiert wurden. Ehemalige Häftlinge machen heute in Hohenschönhausen die Führungen und legen Zeugnis davon ab, was es heisst, nicht in Freiheit zu leben, sondern in einer Diktatur.

Viel konnten die jugendlichen Teilnehmer:innen bei der Berlin-Reise sehen, Alexanderplatz, Reichstagskuppel, Hedwigs-Kathedrale, Ku’damm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Gedenkstätte Berlin Mauer, Gendarmenmarkt, Olympiastadion, Kaufhäuser des Westens wie des Ostens, Schloss Charlottenburg, Holocaust-Mahnmal, Goldene Else, und und. Und viel sind sie auch gelaufen und mit Tram, U- und S-Bahn gefahren. Und waren immer pünktlich da. Eine tolle Gruppe und eine tolle Reise!

Andreas Wissmiller

 

Bildlegende: Im Innenhof der Gedenkstätte Blindenwerkstatt Otto Weidt. In diesen Räumlichkeiten versteckte der blinde Bürstenfabrikant Otto Weidt in der Nazizeit jüdische Mitarbeitende.

Bildquelle: aw

 

Vorschau: Die nächste Jugendreise im Pastoralraum (Alter ab 13 Jahre) führt im Sommer 2027 (letzte Sommerferienwoche, 9.8. – 14./15.8. 2027) in das Zeltlager der Jugendherberge Scharbeutz/Deutschland, direkt am Ostsee-Strand. Mit Tagesausflugs-Möglichkeit nach Hamburg und in den Freizeitpark Hansa-Park. Die Reisebegleitung liegt dann bei Andreas Wissmiller, Kathrin Mehr und Viktoria Meier.