Kultur
Anlass

03.02.2026 – Willisau

Agathabrotsegnung in Willisau

In der Woche des 5. Februar werden in Willisau gesegnete Agathabrote verkauft.

In der Woche um den 5. Februar, der der heiligen Agatha geweiht ist, werden in mehreren Willisauer Bäckereien (Gut, Schwegler, Amrein) Agathabrote verkauft. Zuvor wurde das Mehl oder der Teig von Pfarreiseelsorgenden mit einem Gebet in der Backstube und einem Sprutz Weihwasser gesegnet.  

Die heilige Agatha gilt als Schutzpatronin für die Feuerwehr, bei Erdbeben oder Vulkanausbrüchen und als Fürsprecherin für Schwangere und Hebammen. Manche Menschen rufen sie an, wenn sie Fieber, Brustkrankheiten oder Heimweh haben.

Agatha hatte sich mit einem inneren Feuer für den Glauben an einen menschenliebenden Gott eingesetzt. Sie lebte im dritten Jahrhundert. Die Legende berichtet, sie habe sich geweigert, den heidnischen Präfekten Quintianus zu heiraten. Um ihren Glauben zu erschüttern, habe dieser sie verhaften und martern lassen. Schliesslich starb sie im Gefängnis. Ihr Martyrium hat sie nicht in ihrem Gottvertrauen erschüttern können. Ihre Verehrung verbreitete sich schon früh zuerst in Sizilien und später über die ganze Welt

Im Volksglauben haben Agathabrote bis heute bei vielen Menschen schon fast eine magische Bedeutung. Wenn man im Stall davon ein Stücklein deponiert, erhofft man sich gesündere Tiere, Schutz vor Feuersbrünsten und dass der Blitz nicht ins Haus einschlägt.

Im Pastoralraum Willisau unterstützen wir diesen Volksglauben gerne. «Liebe» geht bekanntlich durch den Magen und Segensgebete, die den Menschen guttun, sind etwas Sinnvolles. Gerne darf man sich in unseren Pfarrämtern melden, wenn man Brote oder auch andere Gegenstände oder Menschen gesegnet haben möchte. Und nicht vergessen: Man darf sich jederzeit auch gegenseitig selber segnen. Das tut besonders gut!