01.03.2026 – Hergiswil
Abschlussgottesdienst zum Versöhnungsweg
Versöhnung, die Herzen bewegt
In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Hergiswil wurde am 1. März 2026 eine lebendige und berührende Versöhnungsfeier mit den Kindern der 4. Klasse gefeiert. Gemeinsam mit ihren Eltern, Grosseltern und Angehörigen setzten sie ein starkes Zeichen für Mut, Ehrlichkeit und einen neuen Anfang.
Bereits am Freitag zuvor hatten sich die Kinder einzeln mit einer Begleitperson auf einen persönlichen Versöhnungsweg gemacht. An verschiedenen Stationen erhielten sie Impulse zum Nachdenken über Streit, Schuld und Vergebung. Als sichtbares Zeichen schenkten sie einer schlichten Holzfigur jeweils ein Band. So wurde aus einer leeren Figur nach und nach ein buntes, lebendiges Symbol. Es zeigte: Unser Leben wird reich durch Begegnungen – und wir gehen unseren Weg nicht allein. Gott geht mit, in den frohen und in den schwierigen Momenten.
Im Gottesdienst stand die Geschichte von Josef und seinen Brüdern im Zentrum. Neid und Verletzung hatten die Familie auseinandergerissen. Doch am Ende entschied sich Josef gegen Rache und für Vergebung. „Gott hat aus allem etwas Gutes gemacht“, heisst es in der Lesung. Diese Botschaft machte Mut: Versöhnung ist möglich. Sie schenkt Freiheit, öffnet Herzen und lässt Gemeinschaft neu wachsen.
Mit Liedern wie „Wo zwei oder drei“ und „Gottes Liebe ist so wunderbar“ wurde die Feier getragen von Freude, Dankbarkeit und spürbarer Gemeinschaft. Priester Kulandaisamy Fernando und Katechet Bernhard Bucher gestalteten den Gottesdienst zusammen mit den Schülerinnen und Schülern persönlich und einfühlsam.
Im Schlussgebet wurde noch einmal deutlich, was an diesem Morgen erfahrbar wurde: Schuld hat nicht das letzte Wort. Ein Neuanfang ist immer möglich. So wurde die Versöhnungsfeier zu einem hoffnungsvollen Moment für die Kinder, ihre Familien und die ganze Gemeinde – ein Schritt, der stärkt und trägt.
Bernhard Bucher, Katechet