03.01.2026 – Erwachsenenbildung-Kultur
Abschluss Rauhnächte
Es war eine kalte Nacht, fast Vollmond und teils klarer Himmel, Schnee lag um die Kapelle St. Anna und auf den Feldern auf den Wegen aus Gettnau heraus.
In der energetisch starken Kapelle St. Anna begann die Feier der Rauhnacht zum Abschluss der zwölf Rauh- oder Weihnächte dieses Winters. Über 20 Personen hatten sich eingefunden. Stövchen brannten bereits und die Kräuter darauf verbreiteten einen angenehmen Duft in der Kapelle. Allgäuer Heilkräuterkerzen wurden entzündet, die Glocken der Kapelle von Hand geläutet, Grundgedanken zu diesen speziellen Nächten und den Möglichkeiten des Räucherns erörtet.
Nach diesem Begrüssungsteil ging es ins Freie, mit der eigenen brennenden Kerze in der Hand, in die klirrende Kälte. An der Biegung der Luthere ausserhalb des Dorfes wartete eine Feuerschale mit Holz und wurde entzündet. Hell loderte das Feuer auf und gab Wärme. Dann konnten die Teilnehmenden Bündeli aus getrockneten Heilkräutern des Sommers zum Glimmen bringen und mit dem Rauch der Heilkräuter ein umfassendes Segensritual für das neue Jahr begehen.
Mit Impulsfragen, ausgehend vom Märchen «Sterntaler» der Gebrüder Grimm ging es auf anderem Weg zurück in die Kapelle. Mit eigenen Notizen zu den Fragen, dem Verwandlungsfeuer und heissem Tee und Punsch fand der schöne Abend seinen Abschluss. Einige nutzen noch die wunderbare Winternacht mit dem hellen Mondlicht zu einer ausgiebigen Nachtwanderung nach Hause.
Andreas Wissmiller für das ganze OK Rauhnächte (Esther Birrer, Ida Birrer, Irene Meyer-Müller)