31.08.2025 – Menzberg
Ein bewegender Abschlussgottesdienst
Am 31. August 2025 feierte Ida Birrer-Niederberger ihren letzten Gottesdienst als Ortseelsorgerin auf dem Menzberg. Der festliche Anlass stand ganz im Zeichen des Themas „Übergänge“ und war geprägt von Dankbarkeit, bewegenden Momenten und vielen liebevollen Gesten.
Schon beim Eintreten war zu spüren, wie tief berührt Ida von den Überraschungen und Geschenken war, die ihr aus der Mitte der Gemeinde überreicht wurden. Mit grosser Sorgfalt hatte sie den Gottesdienst vorbereitet. Ausgewählte Texte, die zum Nachdenken anregten, und Lieder, die Herzen öffneten, gaben dem Abschied eine besondere Tiefe. Besonders eindrücklich war ihr Hinweis auf die Liebe als zentrale Kraft, die trägt, verbindet und Hoffnung schenkt. Ein Höhepunkt war das gemeinsam gesungene Lied „Aus was bruchsch uf de Wält“ – Worte, die in diesem Moment nicht treffender hätten sein können.
In ihrer Predigt griffen Ida, Andrea Arnold, Leiterin Ressort Familien, und Robin Marti, Mitverantwortlicher in der Liturgie des Pastoralraums, das Thema „Übergänge“ auf. Übergänge, so erklärten sie, seien wie Brücken, die zwei Ufer verbinden. Sie ermöglichen es, weiterzugehen und Neues zu entdecken, ohne das Alte zu verlieren. „So empfinde ich meine Zeit hier in Menzberg“, sagte Ida. „Ihr wart für mich wie eine zweite Familie. Gemeinsam sind wir über manche Brücken gegangen – Brücken der Freude und des Feierns, aber auch Brücken des Schmerzes und der Trauer. Auf beiden Seiten dieser Brücken habe ich mit euch gelacht und getrauert, gehofft und gebetet.“ Mit bewegenden Worten blickte sie auf zwölf Jahre in Menzberg zurück. „Ich durfte hier viel erleben: Freude, Gemeinschaft, Gottesdienste, Begegnungen. Darum kann ich mit Dankbarkeit sagen: Gott war in all den Jahren hier in Menzberg spürbar. Und ich vertraue: Er bleibt hier – und geht zugleich mit mir auf meinen neuen Wegen.“
Zum Abschied bedankte sich Ida für das Vertrauen, die reichen Begegnungen und für die Brücken, die gemeinsam gebaut wurden – zwischen Jung und Alt, zwischen Alltag und Glauben, zwischen Himmel und Erde. Mit einem Segenswort, das sie selbst begleitet, verabschiedete sie sich: „Bhüet euch Gott.“
Für die Menschen auf dem Menzberg ist es ein grosser Trost, dass Ida der Kirchgemeinde weiterhin verbunden bleibt. Ihre Herzlichkeit, ihre Nähe zu den Menschen und ihre tiefe Spiritualität haben in den vergangenen Jahren viele Spuren hinterlassen. Mit aufrichtigem Dank für alles, was sie geleistet hat, und in der Gewissheit, dass Gott sie auch auf ihrem weiteren Weg begleiten wird, verabschiedete sich die Gemeinde mit den Worten: „Bhüet di Gott, liebe Ida.“